
Information & Anmeldung bei Frau Lorenz:
+49 (0)89 / 210 284 - 26 oder julia.lorenz[at]b4bmedia[dot]net
Die zweitägige Medienwerkstatt ist Orientierung und Anleitung
für erfolgreiche Kommunikationsarbeit in der SAP-Community.
Ausgewählte Medienkanäle werden evaluiert und die
Distributionsformen von Informationen dargestellt.
Detailliert wird auf die aktuelle Diskussion um die Zukunft der
Print- und Web-Szene eingegangen. Fragen nach dem
Qualitätsjournalismus werden beantwortet. die wirtschaftliche
Situation der Kommunikationsbranche wird analysiert. Und die Chancen
und Möglichkeiten eines IT-Anbieters und SAP-Partners in der
deutschsprachigen SAP-Community werden aufgezeigt. Nicht diskutiert
werden die elektronischen Medien-kanäle Radio und TV, jedoch Video
und Multimedia im Web.
Folgende Themen werden in den Medienwerkstatt
detailliert diskutiert und an Hand von Beispielen verifiziert:
Die magischen Kanäle
Redaktionsgeheimnis &
Qualitätsjournalismus
Access versus Property
Bildungsarbeit & Exklusivität
Understanding Media @
SAP-Community
Sprache, Fotos & Layout ~ z.B.
E-3 Coverstory
Agentur versus Verlag
Werbung & Journalismus
Umbruch der Medienwelt: Was kostet die Zukunft?

Plus alles Wissenswertes für die Partner der SAP-Community über das
Apple iPad: Inhalte, Technik, Werbe-Plattformen, Multi-Media,
internationales Magazinangebot etc.
„Was ist der Inhalt
der Sprache?‟ fragte 1964 Herbert Marshall
McLuhan in seinem revolutionärem Buch „Die magischen Kanäle‟. Und
der Philosoph Ludwig Wittgenstein hat viele Jahre davor schon die
Antwort geliefert: „Es ist wahr, alles ließe sich irgendwie
rechtfertigen, aber das Phänomen der Sprache beruht auf der
Regelmäßigkeit und der Überein-stimmung im Handel.‟ Wer daraus
schließt, dass eventuell die Sprache an sich keine Botschaft hat,
wenn nicht ergänzend andere Parameter vorliegen, wie etwa die
Übereinstimmung im Handeln, der landet unmittelbar wieder bei Marshall McLuhan: „Denn die "Botschaft" jedes Mediums oder jeder
Technik ist die Veränderung des Maßstabs, Tempos oder Schemas, die
es der Situation des Menschen bringt.‟
Und weiter schreibt Marshall McLuhan: „dass das Medium die Botschaft
ist, weil eben das Medium Ausmaß und Form des menschlichen
Zusammenlebens gestaltet und steuert. Der Inhalt oder die
Verwendungsmöglichkeit solcher Medien sind so verschiedenartig, wie
sie wirkungslos bei der Gestaltung menschlicher Gemeinschaftsformen
sind.‟ Das Bild The Conversation Prism von Brian Solis zeigt die
magischen Web-Kanäle ganz ohne Inhalt. Der Erfolg und die
Faszination geht vom Medium aus, die Inhalte sind ganz
unterschiedlich, fast schon beliebig.
The Conversation Prism by
Brian Solis and
Jesse Thomas
Der Diskurs über die magischen Web-Kanäle
(McLuhan/Solis) mit Ergänzung um die klassischen
Kommunikationskanäle wie Tageszeitung, Bücher, Magazine, Plakate,
Postkarten, Fahnen etc. ist eine zentrale Aufgabenstellung der
Medienwerkstatt.
Redaktionsgeheimnis & Qualitätsjournalismus
Letztendlich ist es eine Frage um die
verlorengegangene Exklusivität. Im Zeitalter von Twitter und Co.
tendiert der Wert einer Pressekonferenz gegen Null. Dem Journalisten
ist in vielen Fällen der Informationsvorsprung abhanden ge-kommen.
Ein gelebtes Redaktionsgeheimnis gibt es kaum mehr. Journalisten
sind zu Textern mutiert und die neue Qualität ist die Quantität vom
Reichweite, Anzeigenumsatz und Klickrate.
„Egal welches Medium, Communities und deren Vernetzung sowie
kreative Ideen: wie man diese werblich anspricht, sind die Fragen
der Zukunft“, sagte Christiane zu Salm, Vorstand Cross Media bei
Hubert Burda Media. Auch innerhalb der Verlage würden sich die
Organisationsstrukturen verändern, prognostizierte sie. Eine
Gemeinschaftsbildung nach innen sei ebenso notwendig wie eine
Öffnung gegenüber den neuen technischen Möglichkeiten. (Quelle:
Medientage München 2008, Printgipfel Publishing, Wachstum unter
veränderten Bedingungen: Kreuz und quer denken in Zeiten von Crossmedia)
Gemeinschaftsbildungen definieren sich primär über
Zugriffs-strukturen, Netzwerke und Kommunikation. Eine Community ist
ein Netz von Informationskanälen und Interaktion. Erst peripher und
sekundär entscheiden Besitzverhältnisse über den Erfolg und die
Struktur einer Community. „Wer Kommunikation übt, steht im Dienst
eines anderen und gibt ihm eine Gabe weiter, die diesen prägt, formt
und verändert, so dass aus dem, der Kommunikation schenkt, und dem,
der sie empfängt, ein neues Drittes wird: die Communio.“ Prof. em.
Dr. Gisbert Greshake ist Professor emeritus für katholische Dogmatik
und Ökumene. Mitherausgeber der erfolgreichen Edition christlicher
Quellentexte. Lehrt an der Gregoriana in Rom und in
Freiburg/Breisgau.
Das Medium ist kein exklusiver Besitzstand von
Journalisten und anderen Berufsgruppen. Somit entfällt auch die
Kontrolle über die Distribution der Botschaft. Exklusive Neuigkeiten
gibt es im Alltag nicht mehr. Der Wert des Informationsbesitzes
tendiert gegen Null. Der Zugriff, das Verstehen von Informationen
manifestiert sich in der Bildungsarbeit. Das immaterielle Verstehen
siegt über die materiellen Produktionsgüter der
Informationsindustrie. Video und Television war früher ein
monopolartiges Konstrukt, heute besitzt ein Video keine Exklusivität
mehr. Es ist gelebte Bildungsarbeit auf YouTube mit Camcorder unter
100 Euro.
Understanding Media
@ SAP-Community
Die deutschsprachige SAP-Community hat ihre
eigenen Kanäle zur Distribution von Information. Aber auch hier
gilt: Das Medium ist die Botschaft. Es macht einen gewaltigen
Unterschied, ob ein SAP-Partner sich auf der CeBIT mit einem eigenen
Stand präsentiert, einen Partnerstand bei IBM hat, Kongresspartner
der zeitgleich stattfindenden SAP World Tour ist oder jede Nähe zur
offiziellen SAP meidet und nur am DSAG Jahreskongress öffentlich
auftritt. Das Medium ist Teil der vertrauensbildenden Maßnahmen in
der SAP-Community. Die Auswahl und Anwendung der unterschiedlichen
Medien werden von vielen Parametern bestimmt. Der vermittelte Inhalt hingegen
ist häufig derselbe und entspricht weitgehend der Corporate Identity
der Informationsquelle.
Sprache, Fotos & Layout
z.B. E-3 Coverstory
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, aber auch
Worte können verräterische sein. Oft ist zu lesen "die Bilanz des
letzten Jahres". Dem Unternehmen ist zu wünschen, dass es nicht sein
letztes Jahr war, sondern lediglich das abgelaufene oder vergangene.
Die E-3 Coverstory ist einer der wichtigsten Informations-kanäle in
die deutschsprachige SAP-Community. Hier gilt ganz besonders: Das
Medium ist die Botschaft! Somit gibt es auch jede Menge Fallen,
Stolpersteine und Kommunikationschaos.

Dieselbe Person und ganz verschiedene Botschaften?
Das Medium bleibt
die Botschaft, diese kann aber sehr unterschiedliche Ausprägungen
haben. "Die Botschaft, so schien es damals, sei der "Inhalt", als
die Leute noch fragten, was ein Gemälde bedeutet. Doch wäre es ihnen
nie eingefallen zu fragen, was eine Melodie, ein Haus oder ein Kleid
bedeutet. In solchen Dingen haben die Menschen eine gewisse
ganzheitliche Auffassung der Struktur, Form und Funktion als eine
Einheit beibehalten." Aus "Die magischen Kanäle" von Herbert
Marshall McLuhan, 1964.
Aus Sicht der Informationsproduktion stehen sich
Agenturen und Verlage sehr nahe. Werbe-, Schalt-, PR-,
Event-Agenturen geben häufig ihre Ergebnisse an Tageszeitungen,
Magazine und andere Medien unmittelbar weiter. Die enge und
erfolgreiche Zusammenarbeit endet jedoch bei der Erfolgskontrolle
und Entlohnung. Das Agentur-Ecosystem unterscheidet sich deutlich
vom Ecosystem der Verlagsszene.
Als es in den Tageszeitungen und Magazinen noch
jede Menge Werbung und Anzeigen gab, war es Aufgabe des
Journalisten die Rückseiten der Werbesujets mit Text zu füllen. Aus
welchem Blickwinkel man auch immer die Symbiose aus Werbung und
Journalismus betrachten will, das Henne-Ei-Problem lässt sich nicht
trivial lösen. Fachjournalismus und Community-Magazine haben
naturgemäß ein besondere Affinität zu Werbung. Darf man hier also
noch von Qualitätsjournalismus sprechen? Die deutschsprachige
SAP-Community hat jedenfalls einen eigenen, sehr erfolgreichen
Journalismus entwickelt, der auch fast ohne Werbung leben kann.
Umbruch der Medienwelt:
Was kostet die Zukunft?
Google, Twitter, iPad, Mobile-TV und Bloggen: Wir
stecken mitten in einer Medienrevolution und dennoch scheinen die
1964 von Marshall McLuhan formulierten Worte mehr den je zu gelten.
Ist die Revolution vielleicht nur eine Evolution? Viele Antworten
auf die Fragen nach dem Qualitätsjournalismus, dem Überleben von
Büchern, Zeitungen und Magazinen, der Akzeptanz von Video, Blogs und
Google etc. sind abhängig vom dazugehörigen Finanzierungsmodell. Die
Medienzukunft wird definiert durch die Bereitschaft der
Kostenübernahme.

Medienwerkstatt
2011
Konzept & Inhalt
plus Fax-Anmeldung
„Kommunikation ist gegenwärtig ein modischer Begriff. Einerseits
steht er in der Alltagssprache für gelungene und gelingende
Beziehung zwischen Menschen; andererseits gehört er zum zentralen
Bestand der Objektsprache einer Reihe von Einzelwissenschaften von
der Biologie, über Psychologie, Publizistik bis zur Soziologie und
Pädagogik.“
Christof Bäumler, Theologische Realenzyklopädie, Band 19. Berlin/New
York, 1990.
„News sind inzwischen überall zu haben und zwar kostenlos“, so Dr.
Dirk Ippen, Inhaber des Münchner Zeitungs-Verlags, „doch eine
Zeitung vereint eine bestimmte Zielgruppe zu Solidarsystemen.“
Quelle: Medientag München 2008, Printgipfel Publishing, Wachstum
unter veränderten Bedingungen: Kreuz und quer denken in Zeiten von
Crossmedia.
„Wer Kommunikation übt,
steht im Dienst eines anderen und gibt ihm eine Gabe weiter,
die diesen prägt, formt und verändert, so dass aus dem, der
Kommunikation schenkt,
und dem, der sie empfängt,
ein neues Drittes wird:
die Communio.“
Prof. em. Dr. Gisbert Greshake ist Professor emeritus für
katholische Dogmatik und Ökumene. Mitherausgeber der erfolgreichen
Edition christlicher Quellentexte. Lehrt an der Gregoriana in Rom
und in Freiburg/Breisgau.
Erstens verweist communio/ communicatio auf die Wurzel „mun“, welche
soviel wie Schanz, Umwallung besagt. Menschen, die in communio
stehen und communicatio voll-ziehen, befinden sich zusammen hinter
einer gemeinsamen Um-wallung. […] So gesehen bezeichnet communio/
communicatio die teilhabe an einem dritten Gemeinsamen, eben am
gemeinsamen Lebens-raum oder auch an anderen gemeinsamen Gütern.
Communio/communicatio ver-weist aber zweitens ebenso auf jene Wurzel
„mun“ hin, die sich im lateinischen Begriff munus gleich Aufgabe,
Dienstleistung bzw. auch Gabe, Geschenk niederschlägt. Wer
Kommunika-tion übt, steht im Dienst eines anderen und gibt ihm eine
Gabe weiter, die diesen prägt, formt und verändert, so dass aus dem,
der Kommunikation schenkt, und dem, der sie empfängt, ein neues
Drittes wird: die Communio.
Gisbert Greshake
aus Transdisziplinäre Kommunikation.
Österr. Kunts- und Kulturverlag, 2008. Band 19, S. 196
„Unlängst schreckte die Meldung die deutsche Öffentlichkeit auf, der
Brockhaus solle ab dem kommenden Jahr nicht mehr gedruckt
erscheinen, sondern nur noch als Online-Lexikon im Internet
verfügbar sein. Die Nachricht von der "Kapitulation" des gedruckten
Buches vor dem Internet erzeugte aber nicht nur Sorge, sie ist auch
Ausdruck einer stärker werdenden öffentlichen Debatte um die Zukunft
des Buches, die Rolle der Verlage und Buchhändler sowie die Aufgabe
des Urheber-rechts im Allgemeinen. Hinter dem Begriff Open Access
hat sich eine Bewegung gebildet, die die völlige Abschaffung des
altbekannten Systems von Verlagen, Buchhändlern und Urheberrecht
fordert. Die Debatte zeigt, dass – nach Film und Musik – nun auch
die Bücher von der fortschreitenden Digitalisierung ergriffen und
durchgeschüttelt werden.‟
Quelle: projektzukunft.berlin.de
Die Folgen der Netz-Revolution: Das Internet und digitale Tech-nologien
werfen althergebrachte Geschäftsmodelle über den Haufen.
Anzeigenerlöse bröckeln, der Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt ist in
der Krise, Jugendliche sind mehr online, als sie fernsehen. SPIEGEL
Online beschreibt und analysiert den Umbruch und seine Folgen.
Quelle: SPIEGEL Online
Napoleon hat sich auch für andere Medien interessiert, und besonders
der optische Telegraf machte ihn über seine Feinde überlegen. Er
soll gesagt haben: "Drei feindliche Zeitungen sind mehr zu fürchten
als tausend Bajonette."
Quelle: Herbert Marshall McLuhan "Die magischen Kanäle" 1964
Der weitreichende Einsatz von Social-Media-Kanälen in der gesamten
Kampagne stellte an sich schon eine Botschaft dar. Es gelang
T-mobile, so nicht nur ein innovatives Produkt zu kommunizieren,
sondern dieses Produkt auch innovativ zu kommunizieren. Der Einsatz
von Kanälen wie Twitter, YouTube und eines Blogs wurde somit
gleichzeitig zum Beleg der über die Kanäle kommunizierten Inhalte.
Quelle: Public Relations Case Studies, Spiller, ISBN
978-3-86764-234-7, UVK Verlag, 2010
Holger Jung, Vorstand der Werbeagentur Jung von Matt, im SPIEGEL
Online Interview:
„Ich halte nichts von anti-zyklischer Werbung im großen Stil. Die
kann ich von einem Kunden im aktuellen wirtschaft-lichen Umfeld auch
kaum verlangen. Aber die Unter-nehmen müssen zumindest über ein
Mindestmaß an Werbung nachdenken, wenn sie ihre Marken nicht
dauerhaft schädigen wollen. Marken sind Leuchttürme, die müssen
gerade bei Nebel brennen. Einen Discostrahler brauche ich dazu aber
nicht. Das wird leicht vergessen bei der aktuellen Panik.“
Quelle: SPIEGEL Online